Unser Zuchtprogramm

Mehr Ertrag durch die richtige Züchtung

Investoren, die sich bei Ranchinvest beteiligen, tun dies über ein Direktinvestment in unsere Herde von Zuchtkühen. Sie erwerben also einen Bestand an erstmals trächtigen Zuchtkühen, die zweieinhalb Jahre alt sind. Diese Tiere werden von uns gekauft und verbleiben dann bis zu ihrem natürlichen Ableben als Zuchtkühe in unserer Herde. Die Kühe werden jährlich im Frühsommer von unseren eigenen Bullen gedeckt. Nach neun Monaten Tragezeit kommt im folgenden Frühling ein Kalb zur Welt. Diese Kälber wachsen 22 Monate auf unseren Ranches auf und werden nach der Schlachtung zu Steaks und anderen Premium-Schnitten verarbeitet.

Mutterkuh mit Kalb

Eine Mutterkuh mit ihrem noch jungen Kalb.

Dies ist, in wenigen Sätzen, um was es bei Ranchinvest eigentlich geht. So einfach wie es klingt, ist unser Geschäftsmodell auch. Dass heißt nicht das es leicht ist (sonst würde es jeder machen). Wie jedes Unternehmen bewegt sich auch Ranchinvest in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Ertragsoptimierung und Effizienz auf der einen Seite und dem verantwortungsvollen Ressourcenumgang auf der anderen Seite (Nachhaltigkeit!).

Durch die gezielte Züchtung von vorteilhaften genetischen Merkmalen in unseren Rindern ergeben sich für uns wichtige wirtschaftliche Vorteile, die sich unter dem Strich deutlich bemerkbar machen. Daher ist eine richtige Investition in unser Zuchtprogramm oftmals die beste und wichtigste Entscheidung, die man treffen kann.

Die beste Genetik ist Trumpf

Wenn wir also Zuchtkühe und Zuchtbullen erwerben, investieren wir immer in das beste gerade verfügbare Genmaterial. Hier an der Qualität zu sparen kommt einen unserer Erfahrung nach früher oder später teuer zu stehen.

So stammen die von uns bei AzTex erworbenen Black Angus Zuchtkühe zwar von verschiedenen Züchtern, sie teilen aber einen ähnlichen Phänotyp: Unsere Kühe zeichnen sich durch einen breiten, tiefliegenden Körperbau (also kurze Beine) aus. Wichtig sind weiterhin ausgeprägte Mutterinstinkte, einfaches Kalben und ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild. Wir bevorzugen Kühe mittlerer Körpergröße, die leicht zu handhaben sind. Eine sichtbar gute Körperhaltung (keine ausgestellten Beine, kein krummer Rücken) sind weitere Merkmale einer gesunden, produktiven Zuchtkuh.

Konsistenz und Verlässlichkeit sind für unser Zuchtprogramm entscheidend. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass unsere Kühe jährlich brauchbare Kälber auf die Welt bringen und bis zur Entwöhnung großziehen. Zeigt sich, dass eine Kuh hier nur einen durchsetzten Leistungsnachweis erbringen kann, wird sie durch eine andere Kuh ausgetauscht. Kühe, die laufend beim Kalben Komplikationen erleben oder Kälber auf die Welt bringen, die krank sind, sind nicht gut in unserem Zuchtprogramm aufgehoben.

Am Ende wird Fleisch nach Gewicht verkauft. Und da wir unseren Rindern kein Kraftfutter füttern, sondern diese nur von Gras leben, ist es umso wichtiger, dass sie von der genetischen Disposition her eine gute Futtereffizienz aufweisen, also auch mit einer auf Gras basierten Ernährung gut und schnell ansetzen.

Was der Zuchtbulle zum Endprodukt beiträgt

Bei Rindern gibt der Bulle diese Merkmale an seinen Nachwuchs weiter. Die Auswahl der richtigen Zuchtbullen ist daher entscheidend. Hier kommt es weniger auf das Aussehen, die gewonnen Züchterpreise und sonstige Ehrungen des Bullen an, sondern darauf, wie sich seine Nachkommen entwickeln. Ein Bulle kann die größten Preise gewinnen – das spielt alles keine Rolle, wenn er diese hervorstehenden Merkmale nicht an seinen Nachwuchs weitervererbt. Und das ist leider häufiger der Fall, als gedacht.

Ein Zuchtbulle überträgt zum Beispiel die folgenden für uns wichtigen Merkmale an seinen Nachwuchs. Das heißt nicht, dass der Bulle selbst diese Merkmale aufweisen muss, sondern nur, dass er über das entsprechende Gen verfügt und das Merkmal weitergibt.

  • Tiefes Geburtsgewicht
  • Temperament
  • Körperbau
  • Futtereffizienz und frühe Gewichtszunahme

Züchtung ist am Ende auch immer experimentieren. Eine hervorragende Kuh und ein ebensolcher Bulle ergeben nicht notwendigerweise hervorragenden Nachwuchs. Aber die Wahrscheinlichkeit ist zu mindestens hoch. Und der Rest ist ausprobieren und auch mal was riskieren.