Damit Freiheit genießbar wird

Christina Kirchhof | 16. Mai. 2014 | Keine Kommentare
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Morgen ist Samstag. Viele von euch werden einen Ausflug machen. Vielleicht werden Sie Freunde besuchen, in Göttingen, in Erfurt oder in Frankfurt. Wahrscheinlich werden die meisten von euch das Auto nehmen.

Damit ihr nicht komplett mit leeren Händen kommt, kauft ihr ein paar kleine Gastgeschenke. Ihr steigt ins Auto und fahrt los. Als ihr nach 20 min an der ersten Grenzkontrolle steht ärgert ihr euch. Denn ihr müsst Zoll bezahlen auf eure Mitbringsel. Das meiste kann man Zollfrei mitnehmen. Aber bei Oma’s Selbstgebrannten wird es schwierig.

Warum erzähle ich euch das? Ganz einfach, vor noch nicht mal 200 Jahren war dieses Szenario in Deutschland normal. Um von Berlin nach Frankfurt zu kommen musste man allein 150 Fürstentümer durchqueren. Alle mit eigenen Zollbestimmungen. Ein freier Handel war unmöglich.

Deutsche Händler schielten neidisch nach Frankreich, einem geeinten Staat mit eigenem Binnenmarkt. Erst der Norddeutsche Bund und später das Deutsche Kaiserreich verhalfen Deutschland zu einem freien Handel, mehr Konkurrenzfähigkeit und florierender Wirtschaft.

Wir essen Parmaschinken aus Italien, Oliven aus Griechenland und trinken französischen Wein. Unser Arbeitgeber nimmt Aufträge aus Polen, Spanien und Tschechien entgegen. Der neue, wirklich kompetente Kollege kommt aus Spanien.

Ohne die EU wäre das nicht möglich.

Das Transatlantische Handelsabkommen verunsichert viele Europäer. Es ist ein Abkommen zwischen den USA und der EU, bei dessen Zollbarrieren abgebaut, Zulassungsverfahren für Produkte abgeschwächt und der freie Handel unter den Nationen vereinfacht wird.

Viele Landwirte in den USA werden von dem Freihandelsabkommen profitieren, auch wir. Wir sehen das Abkommen positiv, da es uns erleichtert unser Fleisch nach Europa zu verkaufen. Für kleine Unternehmen wie uns, entstehen mehr Chancen auf dem freien Markt.

Viele Europäer befürchten, die europäischen Standards würden aufgeweicht. Sie haben keine Lust auf Chlorhähnchen, mit Wachstumshormonen vollgepumptes Rindfleisch oder Gentechnisch veränderte Lebensmittel. Wir auch nicht.

Transparenz ist jetzt gefordert.

Konsumenten dürfen unter dem Abkommen nicht leiden. Ranchinvest unterstützt daher die Forderung nach starken Regeln in einem freien Handel. Keine Kompromisse was die Lebensmitelsicherheit, die Transparenz und gültige europäische Richtlinien angeht.

Unser Ziel sind Lebensmittel ohne Gentechnik, Chemie und Tierquälerei. Das sollte auch das Ziel der TTIP sein.

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