Die richtigen Umgangsformen machen es – wie man Fleisch, Fisch, Geflügel richtig grillt

Christina Kirchhof | 07. Mai. 2014 | Keine Kommentare
Geflügel

Grillen ist das Thema diese Woche. Da ich ja gestern schon über Die richtige Technik philosophiert habe wollte ich jetzt euch noch ein paar Tipps auf den Weg geben, wie man verschiedenes Fleisch richtig grillt. Wir haben also nicht ein Rezept der Woche sondern eher ein How-to:

Schweinefleisch

Schweinefleisch ist einfach zu grillen und gelingt eigentlich immer, da es besonders bindegewebsarm ist. Es sollte aber ein kräftiges Rosa haben und von feinen Fettfasern durchzogen sein. Das Fleisch nicht zu dünn schneiden, das Kotelett sollte mindestens fingerdick sein. Abgepackte sind  oft ein wenig dünn auf der Brust.

Es eignen sich für das direkte Grillen: Bauch, Kotelett, Filet und Nackensteaks

Indirektes Grillen: Rollbraten, Spießbraten, Haxe und Spareribs.

 

Rindfleischj

 

 

Rindfleisch

Rindfleisch ist was für die Fortgeschrittenen. Es ist magerer als Schweinefleisch und wird daher schnell trocken. Wie beim Schweinefleisch auch, sollte das Fleisch eine feine Fettmaserung haben. Besonders zart werden Teile, die besonders wenig Bindegewebe haben, also das Steak aus der Hüfte, dem Rücken oder Filet.

Gutes Rindfleisch hat einen intensiven Eigengeschmack, bitte ertränkt ihn nicht in Soße. Grob gestoßenes Salz und Pfeffer nach dem Grillen reichen völlig aus.

Tipp: Nach dem Grillen die Steaks in Folie wickeln und für ein paar Minuten ruhen lassen. So verteilen sich die Säfte wieder gleichmäßig.

Direktes Grillen: Steaks wie Entrecote, Porterhouse, T-Bone und Ribeye

Indirektes Grillen: Brustkern und das Ganze Roastbeef. Dicke Steaks sollten eh direkt und indirekt gegrillt werden. Kurz direkt grillen und dann indirekt durchgaren lassen.

 

Geflügel

 

Geflügel

Geflügel kann schnell trocken werden. Deshalb der Tipp, nur ganz kurz auf Hitze grillen und dann auf die Seite legen, wo sie durchgaren können. Am besten das Geflügel mitsamt der Haut grillen. Das Fett unter der Haut verhindert, dass der Saft austreten kann und lässt das Fleisch schön zart werden.

Tipp: In den USA wird Geflügel einen Tag vorher in eine Lösung aus Wasser, Salz und Zucker eingelegt – das sogenannte Brinen. Das Fleisch saugt sich voll und bleibt so schön saftig.

Geflügel bitte immer komplett durchbraten!

Direktes Grillen: Chicken Wings, Brustfilet und Schnitzel

Indirektes Grillen: Ganze Tiere, Putenschenkel

 

Fisch_Grill

 

Fisch

Fisch: Fisch ist sehr empfindlich und fällt auf dem Grill schnell auseinander. Wichtigster Helfer ist der Fischkorb, der den Fisch einklemmt. Zum Grillen eignen sich besonders fetthaltige Fischarten mit festem Fleisch, wie Lachs, Makrele und Thunfisch

Bitte keine säurehaltigen Marinaden verwenden. Die Säure lässt das Eiweiß bei Erhitzung zerfallen.

Tipp: Am besten schmeckt Fisch wenn man ihr mit Kräutern spickt oder in Spinat oder Weinblättern eingerollt gart.

Jede Art von Fisch eignet sich zum indirekten Grillen. Krustentiere immer mit der Schale auf den Grill!

 

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