Fleisch ist gesund? Fleisch ist gesund!

Christina Kirchhof | 22. April. 2014 | Keine Kommentare
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Wie viel wurde geschrieben, geschimpft, angezweifelt, mit den Augen gerollt, der Zeigefinger erhoben und mehr oder weniger sachliche Argumente hervorgekramt. Wie ist das jetzt mit dem Fleisch. Gesund und unverzichtbar oder einfach nur eine überholte Ernährungstradition, die mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernen Ernährungsmethoden hinfällig geworden ist?! Eines lässt sich schon einmal festhalten: Wir können heute auf Fleisch verzichten ohne das wir dabei Mangelerscheinungen zu befürchten haben. Fleisch hat aber wichtige ernährungsphysiologische Vorteile, die ich hier einmal beleuchten möchte und die durchaus ein Grund wären, weiterhin Fleisch zu verzehren. In Maßen versteht sich.

Es gibt wohl kaum eine effizientere Quelle von Nährstoffen, wie Fleisch. Mittels geringer Mengen, können wir uns, dank der hohen Mikronährstoffdichte von Fleisch mit vielen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. So z.B. mit Eisen, Zink, Vitamin D und Vitamin B12, welches der Mensch zwingend über die Nahrung zu sich nehmen muss. Dabei ist es durchaus umstritten, ob Vitamin B12 sich überhaupt ohne tierische Quellen generieren lässt. Die Produktion von pflanzlicher Nahrung mit nahrungsphysiologisch gleichwertigen Nährstoffen ist viel aufwendiger und weniger effizient. Ich weiß, eine sehr steile These, jedoch durchaus plausibel.

Fleisch weist ein fast vollständiges Aminosäureprofil auf. Kaum ein anderes Nahrungsmittel bietet eine ähnlich hohe Dichte an Aminosäuren. Nicht zu vergessen die Omega-3 Fettsäuren, die bewiesenermaßen ein gesundes Herz-Kreislauf System unterstützen.

Nebenbei verfügt Fleisch über einen hohen Anteil an konjugierten Linolsäuren (CLA), die praktisch nur bei Pflanzenfressern vorkommt. Nach aktuellem Forschungsstand, fördern diese speziellen Fettsäuren den Muskelaufbau und Fettabbau. Diese Fettsäuren kommen jedoch doch nur im Fleisch von jenen Tieren vor, die in 100% Weidehaltung aufgewachsen sind.

Und da sind wir auch schon beim Pudels Kern. Es geht wie immer um Qualität anstatt Quantität. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich in 100% Weidefleisch in wesentlich höherer Konzentration feststellen. Ein kleines Beispiel: Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren sollte bei ca. 1:1 oder 2:1 liegen. Bei unserer heutigen Ernährung liegen wir bei einem erschreckenden Verhältnis von 20:1.  Aber sehen wir uns die genaue Zusammensetzung beim Fleisch an. Konventionell produziertes Rindfleisch liegt bei einem Verhältnis von 13,6:1 Weidefleisch bei 2,78:1.

Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Die Betrachtung seiner Herkunft und Erzeugungsmethoden ist zwingend notwendig, schon allein wegen der Auswirkungen auf Ökosystem, Gesundheit und Kultur. Es besteht aber auch kein Zweifel daran, dass Fleisch weiterhin eine wichtige Nahrungsquelle bleiben wird. Nur ist es an uns die Umstände seiner Herkunft und Erzeugung zu beeinflussen.

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