Great Plains – sind die endlosen Steppen bedroht?

Christina Kirchhof | 20. Mai. 2014 | Keine Kommentare
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Amerika und seine Weite werden ist für viele unvorstellbar. Land das das kaum bewohnbar ist, weit und breit kein Zeichen der Zivilisation. Nur der Himmel, die Erde und der Mensch, sonst nichts.

Die Great Plains reichen von den Rocky Mountains bis nach New Mexico und Texas, im Osten angrenzend an Kansas und Oklahoma im Westen an die Rocky Mountains. Ein riesiges Gebiet von unvorstellbarer Größe (ca.2 Millionen km²).  Das Land besteht aus weiten Steppen- und Grasgebieten, sonst nichts.

Hier wird unsere Herde grasen. Dort wo schon seit ewigen Zeiten Bisons ihre Wege gezogen haben.

Die Great Plains wurden erst spät für die landwirtschaftliche Nutzung entdeckt. Erst im 19. Jahrhundert siedelten sich hier Menschen an. Mit dem Homestead Act 1862 entstand auch die intensive landwirtschaftliche Nutzung des Landes.

Cattle Country, Kornkammer, Cowboys und große Rinderherden. Das sind die Bilder, die wir im Kopf haben. Tatsächlich werden auf den Gebieten der Great Plains 50% des Weizens der USA angebaut.

Das Land verlangt einiges von seinen Menschen ab. Die ständige Trockenheit und Dürreperioden machen der Landwirtschaft zu schaffen. Die Probleme sind jedoch hausgemacht. Durch die künstliche Bewässerung der Ackerfläche mit Grundwasser sind viele Wasserquellen kurz vor dem Versiegen.

Der Umbruch vieler Gebiete der Great Plains in Ackerfläche  für den Getreide-, Mais-, oder Sojaanbau hat zu einem Bodenerosionsproblem geführt. Gentechnisch verändertes Getreide, Mulchdecken o.ä. versuchen das schlimmste zu verhindern, verdecken aber nur kurzfristig die Ursachen. Die Great Plains sind eigentlich nicht zum Ackerbau geeignet.

Auch die Bewirtschaftung der Great Plains durch Rinderhaltung war lange ein Problem, da Rancher die Steppen überweiden ließen. Dies führt zu Erosion und Desertifikation. Neben der Neuansiedlung von Bisonherden, versuchen neue Ansätze die extensive Rinderzucht auf den Great Plains nachhaltiger und effektiver zu gestalten.

Modernes Weidenmanagement ist das Stichwort. Durch rotierendes Grasen, bei welcher die GrasFläche nicht überstrapaziert wird und das Gras nicht stark abgebissen, werden Grasflächen erhalten und sogar gepflegt. So wird die unverwechselbare Natur und ein wichtiges Ökosystem erhalten.

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