Helden unserer Kindheit im 21. Jahrhundert – Cowboys

Christina Kirchhof | 24. April. 2014 | Keine Kommentare
Quien Sabe Ranch, Texas, 2003.

Sie sind Helden unserer Kindheit. Wie oft haben wir schon selbst mal Cowboy gespielt und uns vorgestellt, dass wir durch die amerikanische Prärie reiten. Durch Filme, Romane und Musik hat der Beruf des Cowboys einen mythischen Charakter erhalten, der oft einen stereotypen romantischen Helden, oder einen Alkohol-liebenden, dreisten Quertreiber zeichnet. Mit diesen Stereotypen hat der Alltag moderner Cowboys nur wenig zu tun, nichtsdestotrotz scheint die Gelassenheit und Ruhe der Landschaft den Charakter dieser Menschen widerzuspiegeln. Sie sind Individuen, die eins mit der Natur sind.

 

©PeterByrnePhotography Quien Sabe Ranch, Texas, 2003

©PeterByrnePhotography Quien Sabe Ranch, Texas, 2003

©PeterByrnePhotography Brad Selover, IL Ranch, Nevada, 2003

©PeterByrnePhotography Brad Selover, IL Ranch, Nevada, 2003

 

Peter Byrne ist ein britischer Fotograf, der in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts, den tagtäglichen Job der Cowboys auf 45 verschiedenen Ranches in den USA dokumentiert hat. Er beobachtet ihren Alltag, der geprägt ist von harter Arbeit und Entbehrungen, aber auch von einer Gelassenheit und Zufriedenheit, die ihre Arbeit unter dem weiten Himmel der Nordamerikanischen Natur mit einher bringen zu scheint.

Einmal Cowboy, immer Cowboy. Die Arbeit und die Werkzeuge, haben sich in den letzten 100 Jahren kaum geändert. Ihr Tag beginnt oft bei Sonnenaufgang bei den Pferden, die für den Arbeitstag vorbereitet werden. Ihre Pferde sind ihre Partner und Transportmittel: „ Wenn du draußen Rinder treibst, dann bist da nur du und dein Pferd.“  Weidenmanagement, Zäune versetzen und reparieren, Wasserbohrungen, Tränken kontrollieren, Brandmarken, Pferde beschlagen, Rinder einfangen und untersuchen. Ein sieben Tage Job, bei dem die Cowboys oft und lange von ihrer Familie getrennt sind. Vor allem wenn es um das Zusammentreiben der Rinderherden geht, sind sie draußen auf den Grasebenen und schlafen in Tipis. Aber sie sehen den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und reiten durch singendes Gras unter einem weiten Himmel.

 

©PeterByrnePhotography Eliezer Carbajal, De Long Ranch, Nevada, 2003

©PeterByrnePhotography Eliezer Carbajal, De Long Ranch, Nevada, 2003

©PeterByrnePhotography Breaking in colt, N3 Ranch, Calif., 2003.

©PeterByrnePhotography Breaking in colt, N3 Ranch, Calif., 2003.

 

Die Bezahlung ist schlecht. Oftmals müssen sie zwei, drei Jobs gleichzeitig machen, um über die Runden zu kommen. Ihr Equipment, wie Chaps, Sporen, Seile, Sattel, Geschirr, Tipi, Schlafsack und Werkzeug zum Beschlagen ihrer zugteilten Pferde, müssen sie selbst stellen. Es ist ehrliche, harte körperliche Arbeit. Warum machen Cowboys diesen Job?

Weil es ihre Berufung ist : „(…) das ist etwas, was du nicht erklären kannst. Über die Berge zu reiten wenn die Sonne aufgeht und da stehen 300 Rothirsche und grasen. Unser Job ist unser Hobby, anders würde der Job nicht genug bezahlen.“

Alle Fotos sind von Peter Byrne.

Webseite: http://peterbyrne.co.uk/

Sein Blog: http://peterbyrne.co.uk/blog/

 

©Injured calf is killed by having it’s throat cut, Padlock Ranch, Wyo., 2003.

©Injured calf is killed by having it’s throat cut, Padlock Ranch, Wyo., 2003.

©PeterByrnePhotography Ryan Oland, Babbitt Ranch, Ariz., 2003.

©PeterByrnePhotography Ryan Oland, Babbitt Ranch, Ariz., 2003.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>