Ist kein Fleisch auch keine Lösung?

Christina Kirchhof | 27. Mai. 2014 | Keine Kommentare
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Vegetarier, Verganer, Low-Carb, Paleo, Primal Blueprint, Frutarier, Ovo-Lacto Vegetarier. Es gibt viele Arten heutzutage seine Ernährung zu gestalten. Da können einem schon mal die Ohren schlackern, bei diesem Überangebot. Ja was ist denn nun wirklich gesund? Die einen sagen, vegan ist die einzig wahre, gesunde Alternative, die anderen sagen, ohne Fleisch geht es nicht. Nun, wie so oft muss man die Wahrheit woanders suchen. Und die liegt, was Ernährung angeht, oft bei uns selbst.

Nehmen wir Paleo. Vielen von euch wird der Begriff noch nicht so geläufig sein. Paleo ist eine Art und Weise sich zu ernähren, die sich stark an die Ernährungsweise des Menschen anlehnt, bevor er sesshaft wurde und anfing Getreide anzubauen. Getreide, Zucker, Alkohol und allzu viel Obst sind tabu. Dafür gibt es viel Gemüse, Meeresfrüchte, Fleisch und Eier.

Als Begründer der Bewegung gilt der Wissenschaftler Loren Cordain, der davon ausgeht, dass die genetischen Voraussetzungen sich seit der Steinzeit nicht geändert haben und demnach auch nicht an die sich veränderte Ernährung angepasst hat. Für ihn ist klar, Getreide, Kartoffeln und jegliche weitere Produkte, die viel Stärke enthalten, lassen sich vom Menschen nur schwer im Verdauungssystem verarbeiten. Dazu machen zu viel Zucker, Kohlenhydrate (wird vom Körper in einfachen Zucker umgesetzt) und Zusatzstoffe dick und sind ungesund.

Eine Ernährung die auf viel tierische und pflanzliche Eiweiße setzt, also viel Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte, Eier, Kräuter, Pilze, Nüsse und natürlich viel Gemüse, soll die Leistungsfähigkeit steigern und das Risiko Herz-Kreislauf Erkrankungen mindern.

Was kein Brot, kein Kuchen, nicht mehr einmal Reis oder Kartoffeln? Ja und nein. Paleo ist eine wirkliche Ernährungsumstellung und keine Diät. Das heißt auch, dass jeder sehen muss was er wie verträgt. Manche Menschen leiden an einer schweren Zöliakie (Entzündung der Darmschleimhaut verursacht durch Gluten) und müssen ganz auf Getreide verzichten. Ich versuche mich derzeit viel Weißmeh- und Kohlenhydrat ärmer zu ernähren. Dabei achte ich darauf, dass meine Lebensmittel möglichst unverarbeitet sind. Vor allem abends bemerke ich, dass ich nicht mehr so ein starkes Völlegefühl habe.

Aber ganz ohne Getreide geht es bei mir auch nicht. Davon abgesehen, ist die wirkliche gesundheitsschädliche Wirkung von Getreide wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Der wichtigste Aspekt bei Paleo ist meiner Meinung nach eh, dass wir mehr auf wirklich natürliche Lebensmittel achten sollten. Fleisch soll nur aus Weidehaltung stammen, da es fettarmer ist und mehr gesunde Fettsäuren enthält. Hoch verarbeitete Lebensmittel, dessen Inhaltsstoffe wir weder aussprechen noch verstehen können, sollten wir von unserem Speiseplan streichen.

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