Kampf der Glaubensgemeinschaften – wer benutzt den besten Grill

Christina Kirchhof | 09. Mai. 2014 | Keine Kommentare
Grillsaison

 

So eine Woche habe ich jetzt übers Grillen geredet, oder räuchern oder garen? Wie man Fleisch über Hitze zubereitet ist ja teilweise schon eine Religion. Die Anhänger lassen sich die Unterschiede auch nicht einfach so weg reden. Gas oder Holzkohle, Briketts oder echtes Holz – jeder beansprucht den heiligen Gral gefunden zu haben. Damit wir hier in unserem kleinen Blog einen Krieg der Grillzangen hervorrufen, will ich die verschiedenen Grills kurz mal vorstellen und schauen, was denn nun wirklich DIE Methode ist.

Nun da haben wir einerseits den Kugelgrill, dieser wird einigen bestimmt bekannt sein, der Name ist ja auch Programm. Er wird mit Holzkohle oder Briketts erhitzt. Auf die Holzkohle-Briketts Debatte werde ich jetzt nicht eingehen, da sitzen wir wahrscheinlich noch morgen hier. Sein Vorteil: Er erlaubt sowohl indirekt, als auch direkt zu grillen. Viele mögen den Geruch von Kohle und den Geschmack. Nachteil ist natürlich, dass bei unsachgemäßer Nutzung das Grillen direkt auf der Kohle gesundheitsschädigend sein kann.

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Dann haben wir den Gasgrill. Ich schmeiß mal eben den Grill an, bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Während Meister am Holzkohle Grill noch wedelt und pustet, sitzen die Gas Griller schon zufrieden am Tisch. Diese Art zu grillen ist natürlich technisch viel aufwändiger, daher muss der ambitionierte Fleischerhitzer etwas tiefer in die Tasche greifen. Aber Gas Hitze lässt sich viel genauer steuern als Feuer. Bei Kohle hilft da nur warten, bei Gas der Hitzeregler.  Aber das schmeckt doch gar nicht wie vom Grill, werden jetzt einige rufen. Doch tut es. Es gibt geschmacklich keinen Unterschied und wer das nicht glaubt, kann sich Holzspäne in den Grill legen, für den besonderen Buchen oder Eichengeschmack.

Zu guter Letzt, die Königsdisziplin, das Smoken. Alle Gas- und Holzkohlegrills dieser Welt dürfen einpacken. Das ist nichts für Würstchenesser und Putenbrustknabberer, hier wird wirklich Fleisch geräuchert. Schweineschulter, Rinderbrust, alles was also richtig viel Zeit braucht. Das Fleisch und Hitzequelle sind beim Smoker getrennt, so erreicht man eine konstante Temperatur. Für das Smoken muss man Geduld mitbringen, ein Bierchen trinken und dann ist alles fertig gibt es hier nicht. Hier ist Ausdauer gefragt, unter 6 Stunden geht hier gar nichts. Das Ergebnis ist aber Fleisch, das sich freiwillig vom Knochen löst und so geschmacksintensiv ist, dass man die nächste Woche über nichts anderes mehr reden möchte.

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Ja und was ist jetzt DIE beste Methode? Die schlechte Nachricht ist, DIE Methode gibt es nicht, aber den passenden Grill für jede Fasson. Also wer wirklich Grillen will, sollte sich den Kugelgrill vornehmen. Der ist für Anfänger auch der geeignetste. Der Gasgrill ist was für welche, die auf technische Finesse achten und auch 2 bis 3 Euro mehr bezahlen wollen. Der Smoker ist etwas ganz besonders, erfordert aber Erfahrung und viel Geduld. Dazu braucht es auch ein Händchen für Fleisch. Aber es gibt ja mittlerweile auch in Deutschland Restaurants, wo man echtes BBQ erleben kann. Für die, die es wirklich zu Hause ausprobieren wollen, müssen recht tief in die Tasche greifen. Aber es lohnt sich.

Wie ihr seht ist das mit DER richtigen Methode gar nicht so schwer. Man muss nur wissen, was man will.

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