Öko-Irrtümer und Nachhaltigkeitslügen

Christina Kirchhof | 01. März. 2014 | Keine Kommentare
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Nachdem ich den Blog für ein paar Tage vernachlässigen musste, will ich mich nun einem Thema widmen, welches ich bis jetzt noch gar nicht angeschnitten habe: Nachhaltigkeit. Das Thema ist allgegenwärtig und wird inflationär gebraucht. Die Begriffe „grün“ und „nachhaltig verkommen zusehends zu werbungsdienenden Schlagworten und die Welt entfernt sich gleichzeitig von der Zukunftsfähigkeit. Was uns als „grün“ und „nachhaltig“ verkauft wird entpuppt sich oft als dreiste Werbelüge oder die tatsächlichen Vor-und Nachteile werden nicht deutlich gemacht. Vermeintliche Gewissheiten entpuppen sich als Mythen. Biorinder die auf gerodeten Urwaldflächen in Brasilien weiden. Strom und Sprit aus Biomasse schadet der Umwelt wahrscheinlich wesentlich mehr, als die Förderung von Erdöl. Für die jährlich mehr als 550.000 Tonnen Palmöl, die Deutschland für Biosprit Produkte einkauft, roden Subunternehmen in Ländern wie Indonesien riesige Flächen Regenwald. Die uralten Bäume müssen monotonen Palmölplantagen weichen. Dies hat nicht nur gravierenden Einfluss auf das dort herrschende Ökosystem sondern auch auf die dort lebende Bevölkerung, die von ihrem angestammten Land vertrieben wird. Es ist nicht alles grün was sich als ökologisch ausgibt. Verbraucher sollten sich also eingehend über vermeintlich grüne Produkte informieren.

Palmöl ist ein gutes Beispiel, wie mit einem vermeintlich grünen, nachwachsenden Rohstoff Umwelt zerstört wird. Das billige Pflanzenöl steckt in fast jedem zweiten Supermarktartikel und fließt als Biodiesel in unsere Autotanks. Hauptexporteure des billigen Öls sind Malaysia und Indonesien, die mit der Förderung des Öls die letzten zusammenhängenden Regenwälder Sumatras und Borneos vernichten. Zuhause für hoch bedrohte Arten wie Orang-Utan, Zwergelefanten und Sumatra-Tiger.

Es gibt unter Verbrauchern ein hohes Interesse an ethischen, sozialen und ökologischen Produkten und Geldanlagen. Dennoch ist eine grüne Geldanlage, oder ein vermeintlich grünes Produkt nicht gleich gut. Verbraucher sollten die Hintergründe und Herstellungsbedingungen eines nachhaltigen Produktes genau prüfen, um festzustellen, ob dieses Produkt die Anforderungen erfüllt.

Ranchinvest setzt bewusst auf eine Geschäftsidee, die im Einklang mit der regionalen Umwelt und dem dort vorherrschenden Ökosystem steht. Rinderzucht ist in den USA seit Jahrhunderten Tradition. Die ökologischen Voraussetzungen sind durch die großen zusammenhängenden  Grasflächen gegeben. Bei effektiver und nachhaltiger Weidewirtschaft, trägt die Rinderzucht hier sogar zur Erhaltung und Pflege dieses Ökosystems bei.

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