Rind ist was es isst oder Fleisch ist nicht gleich Fleisch

Christina Kirchhof | 09. Februar. 2014 | Keine Kommentare
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Wie in meinem letzten Beitrag schon erwähnt habe, wollte ich diesmal über die Auswirkungen von Haltung und Fütterung auf die Qualität des Fleisches schreiben. Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Die Qualität und der Geschmack variieren stark, je nachdem wie die Tiere gehalten, wie sie gefüttert und wann sie geschlachtet werden.

Rindfleisch ist wohl eine der begehrtesten Fleischarten auf der Welt. Es erfordert ein wesentlich höheres Maß an Kochkunst als Schweine- oder Geflügelfleisch.  Es ist teurer und daher nur dann begehrt, wenn es von absoluter Spitzenqualität ist. Erst dann wird es zu einem Geschmackserlebnis der Extraklasse. Fleisch von Weiderindern, auf die auch ranchinvest setzt, ist nicht nur wesentlich geschmacksintensiver sondern auch gesünder und erfüllt daher die Kriterien von Spitzenqualität. Die Faktoren die zu dieser Qualität beitragen sind vielfältig.

Ganzjährige auf Weiden gehaltene Rinder ernähren sich überwiegend von Gras – Raufutter – was in ihrem, speziell auf diese Ernährung eingestellten Verdauungssystem verwertet wird. Heutzutage wird in der konventionellen Rinderzucht jedoch hauptsächlich Getreide und Kraftfutter gefüttert. Diese Futtermittel erhöhen den Durchsatz, was wiederum den Profit erhöht. Dies bringt aber viele Probleme mit sich, da sich das Magenmilieu der Wiederkäuer verändert und zu vielen Krankheiten führt. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Fleischqualität. Es gilt als nachgewiesen, dass Weiderinder einen viel höheren Anteil an für den Menschen wertvollen Omega-3 Fettsäuren und konjugierten Linolsäuren enthalten. Weiderinder sind zudem widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Entgegen vieler Meinungen wird das Fleisch von Rindern, die das ganze Jahr über auf Grasland weiden mit zunehmenden Schlachtalter auch zarter (20-28 Monate). Ein weiterer Pluspunkt ist, die Aromastoffe der verschiedenen Gräser lagern sich in dem Fleisch der Tiere ab und geben ihm so seinen einzigartigen Geschmack.

Für mich persönlich zählt Geschmack und Qualität mehr als der Preis. Ich werde immer bereit sein mehr zu zahlen, wenn ich weiß unter welchen Umständen die Tiere aufgewachsen sind. Bewusste Konsumenten, denen das genauso geht, werden immer mehr. Die Zeit umzudenken und auf artgerechte, ganzjährige Weidehaltung zu setzen war noch nie so reif wie jetzt.

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