Wahnsinnig gutes Rind! Mein Ausflug auf den Wochenmarkt

Enrico Woida | 30. Mai. 2014 | Keine Kommentare
Wochenmarkt_Frau Holle

Geht der heutige Trend hin zum Leben ohne Fleischkonsum? Nicht verwunderlich, denkt ich mir, angesichts der als Landwirtschaft getarnten industrialisierten Produktionsweise und der andauernden Berichterstattung über die Masttierhaltung und die unglaublichen Qualen, die die Tiere von der Geburt bis zu Schlachtung über sich ergehen lassen müssen. Da erscheint es als richtig, ein Zeichen setzen zu wollen.

Doch is(s)t die Alternative, kein Fleisch?

Nicht unbedingt, denn es geht auch anders!

Was mir letztens auf dem Wochenmarkt widerfahren ist, beeindruckte mich.  Was war passiert? Eine große Traube von Menschen bildete sich vor dem lokalen Metzgereiverkauf. Ich beobachtete das Geschehen eine Weile und entschied mich schließlich nachzuhaken.

Wochenmarkt_kräuter

Auf mein Nachfragen, warum sie gerade hier einkauften, sagte mir Irmgard (62 Jahre), dass ihr der Geschmack und die Frische von Fleisch einfach wichtig sein. Dafür gibt sie auch ein bisschen mehr Geld aus. Dieter (66 Jahre) sagt: „Auf dem Markt kostet es ja mehr als im Supermarkt, aber hier weiß ich wenigstens was ich bekomme.“ Durch die Bank weg, waren die Personen, die ich gefragt habe überzeugt, dass es sich lohnt für gute Produkte auch mehr Geld auszugeben.

Ich war verwundert. Konnte man etwa auch anders ein Zeichen setzen? Ja, natürlich. Die industrielle Produktion von Lebensmittel, mit einer Überflutung des Marktes mit Fertigprodukten und Fast-Food-Alternativen findet heutzutage ihren Höhepunkt.

Wochenmarkt_Italiener

Doch immer mehr Menschen wollen dies nicht mehr nur einfach hinnehmen und versuchen sich an Alternativen. Sie vertrauen zunehmend nur regionalen Anbietern und Produkten. Sie wollen Sicherheit und wissen, was sie kaufen und was später auf ihren Tellern landet – nämlich frische und gesunde Lebensmittel. Die Transparenz des Anbieters fördert dabei das gute Gewissen des Verbrauchers.

Mein Fazit für diesem Tag: Die Akzeptanz von nachhaltig geführter Landwirtschaft und Tierproduktion steigt und findet Einhalt in immer mehr Haushalten.  Es wird wert gelegt auf Herkunft, auf artgerechte Haltung und Nachhaltigkeit. Dafür wird auch gern tiefer in die Tasche gegriffen.

Ein Schritt in die richtige Richtung!

Also, lasst es euch schmecken, getreu dem Motto:

Wir leben nicht um zu essen, wir essen um zu leben. (Sokrates)

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