Wie erkenne ich gutes Rindfleisch?

Christina Kirchhof | 23. April. 2014 | Keine Kommentare
Beef Chuck Roast

Die Grillsaison beginnt und damit auch die Zeit der Steaks. Jedes Mal steht unsererseits dann vor der Fleischtheke im Supermarkt und nimmt vor lauter Überforderung das Produkt, welches das beste Preis-Leistungsverhältnis verspricht. Zu Hause schrumpft die Erwartung wortwörtlich auf dem Grill zu einem trockenen, kaum zu kauendes Lederstück zusammen. Damit das nicht wieder passiert, haben wir für euch die besten Tipps für den Kauf von Rindfleisch zusammengefasst.

Wie kann ich vermeiden schlechtes Rindfleisch zu kaufen?

Nur bei frischem Fleisch hat der Verbraucher derzeit die Möglichkeit, die Herkunft der Ware nachzuvollziehen. Geburt, Aufzucht und Schlachtung lassen sich an der Kennzeichnung an der Theke oder der Verpackung ablesen.

Sobald das Fleisch küchenfertig verkauft wird gelten die Regeln der Kennzeichnung nicht mehr. Der einzige Weg sich vor falschen Deklarierungen zu schützen ist Frischfleisch zu kaufen und selbst zu verarbeiten.

Frischfleisch oder abgepackt, was ist jetzt wirklich besser?

Frischfleisch hat gegenüber abgepacktem Fleisch einige Vorteile. Erstens können die Weichmacher in der Folie Auswirkungen auf das Fleisch haben. Zweitens ist die Einhaltung der Kühlkette fraglich und drittens ist die Produktherkunft nicht immer nachvollziehbar zu erkennen.

Am besten Fleisch immer aus dem Direktverkauf vom Metzger beziehen.

Wie finde ich einen guten Metzger?

Gute Handwerksbetriebe gibt es noch immer. Am besten direkt im lokalen Metzgerei Geschäft nachfragen woher diese ihr Fleisch beziehen. Im Idealfall arbeiten sie direkt mit einem Betrieb zusammen und lassen auf Anfrage schlachten. Daneben finden sich lokale Metzgereien auch auf dem Wochenmarkt. Eine weitere Möglichkeit ist es,  Fleisch direkt beim Erzeuger in Hofläden zu kaufen. Kleine Betriebe verkaufen auf Anfrage auch Innereien, Knochen und andere Teile des Tieres.

Und erkenne ich gutes Fleisch jetzt genau?

Gutes Fleisch erkennt man am Aussehen, am Geruch und an seiner Beschaffenheit.

1. Aussehen

Gutes, frisches Rindfleisch hat eine dunkelrote Färbung. Blasses und gräuliches Fleisch ist sehr wahrscheinlich nicht mehr gut. Achtet auf eine feine, gleichmäßige Fettmaserung, dass macht das Fleisch zart und saftig.

Gutes Fleisch ist trocken. Liegt das Fleisch im eigenen Saft, hat es kein gutes Safthaltevermögen und wird später beim braten oder kochen sehr trocken.

2.Geruch

Das Fleisch sollte einen neutralen Geruch haben. Finger weg von Fleisch, dass süßlich oder käsig riecht.

3.Beschaffenheit

Eine schleimig, klebrige Oberfläche ist ein Hinweis auf eine unzureichende Kühlung, bei der vermehrt Bakterien gebildet wurden, die das Eiweiß zersetzen.

Die Fasern des Fleisches sollten eine feine und fest verbundene Struktur aufweisen. Zu grobe, zu lockere oder weiche Struktur machen das Fleisch zäh.

Gut abgehangenes Fleisch kann man eindrücken und es hinterlässt einen Abdruck (zeigt den Wasserverlust des Fleisches). Es darf sich dabei aber nicht verfärben oder zu stark nachgeben.

Wie bewahre ich Rindfleisch am besten auf?

Rindfleisch sollte bei einer Temperatur  unter + 7 º gelagert werden, ideal sind + 2 º bis + 4 º

Richtig gutes, gereiftes Fleisch kann nach Einkauf ca. 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vakuum verpacktes Fleisch hat eine längere Haltbarkeit. Es sollte jedoch eine Stunde vor Verzehr geöffnet werden, damit der leicht säuerliche Geruch, hervorgerufen durch die Milchsäurebakterien verfliegt.

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